Verkehrsrecht

Hinweis: In der heutigen Zeit steigt der Termindruck stetig und ein Besuch beim Rechtsanwalt ist oftmals terminlich schwierig zu meistern. Aus diesem Grund wickele ich Verkehrsunfälle nicht nur im Raum Hannover, sondern auch bundesweit online (per E-Mail) ab! Laden Sie sich hierzu einfach den Verkehrsunfallbogen in der Rubrik Downloads herunter und folgen Sie der Anleitung.

Die meisten Menschen verbinden mit dem "Verkehrsrecht" den klassischen Fall eines Verkehrunfalles und dessen Schadensregulierung. Dieser Gedanke ist auch richtig, berücksichtigt allerdings nicht die gesamte Bandbreite des Verkehrsrechts.

 

Das Verkehrsrecht ist nicht nur ein Teil des Zivilrechts (Schadens- und Haftungsrecht), sondern erstreckt sich auch auf das Strafrecht, Ordnungswidrigkeitenrecht sowie das Verwaltungsrecht.

 

Zivilverkehrsrecht:

 

Im Zivilverkehrsrecht geht es hauptsächlich um die Regulierung von Schadensersatzansprüchen, die Folge eines Verkehrsunfalles sind.

 

Es hat gekracht... Plötzlich sind Sie Beteiligter eines Verkehrsunfalles!

Nun stellen Sie sich die Frage, ob und wie Sie Ihre eigenen Schadensersatzansprüche gegenüber dem Schädiger bzw. dessen Haftpflichtversicherung geltend machen können.

 

Eine Schadensregulierung in Eigenregie ist oftmals mit mehr Arbeit und Problemen verbunden, als Sie anfänglich dachten.

 

In diesem Zusammenhang können sich folgende Probleme (nicht abschließend) ergeben:

 

Sie benötigen zunächst ein Sachverständigengutachten/Kostenvoranschlag, um Ihren Schaden der Höhe nach beziffern zu können. Liegt der Schaden jedoch unterhalb der Bagatellgrenze (einige Gerichte setzen diese bei 750,00 €, andere wiederum bei 1000,00 €), haben Sie keinen Anspruch auf Beauftragung eines Sachverständigen und bleiben möglicherweise auf den Sachverständigenkosten sitzen.

 

Wenn Sie sich einen Kostenvoranschlag einholen oder Ihr Fahrzeug in Reparatur geben, sollten Sie bedenken, dass die Beauftragung Ihrer Markenwerkstatt (z.B. Mercedes-Benz, BMW, Volkswagen usw.) an weitere Voraussetzungen geknüpft ist, damit Ihr Schaden der Höhe nach voll ersetzt wird.

 

Folgende Aspekte werden in diesem Zusammenhang relevant:

 

Ist das Fahrzeug bis zu 3 Jahre alt oder älter? Wurde das Fahrzeug regelmäßig scheckheftgepflegt?

 

Anderenfalls wird Sie die gegnerische Haftpflichtversicherung auf günstigere (freie) Werkstätten verweisen und Ihnen lediglich den geminderten Betrag erstatten. Sie laufen daher möglicherweise Gefahr, den Differenzbetrag aus eigener Tasche zahlen zu müssen.

 

Die gegnerische Haftpflichtversicherung nimmt eine Mitverursachung Ihrerseits an und quotelt Ihre Schadensersatzansprüche (z.B. 70/30, 50/50) mit der Folge, dass Sie Ihren Schaden nicht voll ersetzt bekommen.

Meist nimmt die gegenerische Haftpflichtversicherung jedoch voreilig eine Mithaftungsquote an und kürzt unberechtigterweise Ihre Schadensersatzansprüche.

Dies geschieht vor allem, weil die Rechtsprechung zu den Mithaftungsquoten kompliziert und nicht einfach zu durchschauen ist.

 

Haben Sie sich bei einem Verkehrsunfall verletzt und beanspruchen ein Schmerzensgeld, wissen jedoch nicht, wie Sie diesen zu beziffern haben?

 

Möchten Sie Ihren Verdientsausfall geltend machen, wissen aber nicht, ob Ihnen ein Anpruch zusteht?

 

Wollen Sie den Nutzungsausfallschaden geltend machen und wissen nicht, wieviel Ihnen zusteht?

 

Was ist eine fiktive Abrechnung auf Gutachtenbasis?

 

Wann liegt ein wirtschaftlicher Totalschaden vor?

 

Wann können Sie vom Quotenvorrecht Gebrauch machen?

 

Wann gilt die 130%-Rechtsprechung?

 

Mussten Sie sich einen Mietwagen zu einem (erhöhten) Unfallersatztarif nehmen, den die gegengerische Haftpflichtversicherung nicht vollständig ersetzen möchte?

 

Sollten Sie keine Antworten auf diese Fragen haben, dann beauftragen Sie mich mit der Schadensregulierung! Selbstverständlich übernehme ich jegliche Korrespondenz mit allen Beteiligten und kann Ihnen bei der Auswahl eines Sachverständigen helfen.

 

Im Falle eines von Ihnen nicht verschuldeten Verkehrsunfalles, übernimmt die gegnerische Haftpflichtversicherung die Kosten meiner Beauftragung, sodass Ihnen dadurch keine Kosten entstehen.

 

Sollten Sie rechtsschutzversichert sein, dann übernimmt Ihre Rechtsschutzversicherung meine Vergütung.

 

 

Verkehrsstrafrecht:

 

Auch die kleinste Unachtsamkeit kann zu einem Unfall führen.

 

Dies kann wiederum dazu führen, dass die Strafverfolgungsbehörde ein Ermittlungsverfahren gegen Sie wegen fahrlässiger

Körperverletzung gem. § 229 StGB einleitet.

 

Plötzlich schulden Sie dem Geschädigten nicht nur Schadensersatz, sondern sind zugleich Beschuldigter in einem Strafverfahren.

 

In solchen Fällen sollten Sie dringend Kontakt zu mir aufnehmen, da nunmehr mehrere eigenständige Verfahren gegen Sie laufen könnten.

 

Das Verkehrsstrafrecht umfasst auch noch folgende Straftatbestände:

 

Trunkenheit (Drogen) im Straßenverkehr, § 316 StGB

 

Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, § 315 b StGB

 

Gefährdung des Straßenverkehrs, § 315 c StGB

 

Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort (Fahrerflucht), § 142 StGB

 

Nötigung im Straßenverkehr, § 240 StGB

 

Auch wenn Sie ein Schreiben von der Behörde mit dem konkreten Tatvorwurf erhalten und zu einer Stellungnahme aufgefordert werden, haben Sie das Recht zu Schweigen! Sie müssen sich weder schriftlich noch mündlich zum Tatvorwurf äußern.

 

 

Verkehrsverwaltungsrecht:

 

Im Verkehrsverwaltungsrecht geht es im wesentlichen um die Erlangung, Beschränkung oder Entziehung der Fahrerlaubnis.
 

Folgende Maßnahmen sind für dieses Rechtsgebiet typisch:

 

- Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU)

- Anordnung einer verkehrsmedizinischen Untersuchung

- Punkte in der Probezeit

- Verlängerung der Probezeit

- Entziehung der Fahrerlaubnis

- Neuerteilung der Fahrerlaubnis

- Anordnung der Führung eines Fahrtenbuches

- Schriftliche Verwarnung nach dem Punktesystem

 

Ordnungswidrigkeitenrecht:

 

In der Regel handeln Sie ordnungswidrig, wenn Sie gegen die Vorschriften der Straßenverkehrsordnung (StVO) und der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) verstoßen. Solche Verstöße ziehen ein Bußgeld nach sich.

 

Typische Verstöße sind hierbei:

 

- Geschwindigkeitsüberschreitung

- Rotlichtverstoß

- Handy am Steuer

- Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes

- etc.

 

Haben Sie von der Bußgeldstelle einen Anhörungsbogen erhalten, in dem Ihnen eine Ordnungswidrigkeit vorgeworfen wird, dann haben Sie das Recht zu Schweigen und keine Angaben zu machen!

 

Schweigen kann nämlich ein Mittel zur Verteidigung sein! Jedoch sollten Sie wissen, dass Ihnen, als Halter des beteiligten Fahrzeuges, eine Fahrtenbuchauflage erteilt werden kann, wenn Sie keine Angaben zur Identität des Fahrers machen.

 

Es kann daher geboten sein, schon bei Erhalt des Anhörungsbogens einen Rechtsanwalt einzuschalten!

 

Wichtig: Wurde Ihnen ein Bußgeldbescheid von der Bußgeldstelle förmlich (in einem gelben Umschlag) zugestellt, dann können Sie nur innerhalb 2 Wochen ab Zustellung (das Zustelldatum ist auf dem Brief vermerkt) Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einlegen. Anderenfalls wird dieser Rechtskräftig und ist nicht mehr anfechtbar. Ein weiteres Vorgehen ist nach Ablauf der Einspruchsfrist dann nicht mehr möglich!

 

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